Archiv für April 2015

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Kapitalismus bedeutet Widerstand!

Flyer Stuttgart OstDer 1. Mai 2015 steht für uns im Zeichen davon, dass der Kapitalismus sich durch alle Bereiche des Lebens zieht, dabei eine Spur der Verwüstung hinterlässt und das auf Kosten von uns.
Denn Kapitalismus bedeutet Armut trotz Arbeit, Erwerbslosigkeit, schlechte oder gar keine Wohnungen, selektiver Zugang zu Bildung, Konkurrenzdruck, Gesundheitszerstörung, Umweltverschmutzung, Diskriminierung, Brutalität, Rassismus und Krieg.
Und das sind nur einige Ausdrücke der herrschenden Verhältnisse, die den Profit über die Bedürfnisse der Menschen setzen.
Es gibt also mehr als genügend Gründe, um auf die Straße zu gehen und gegen diese Verhältnisse Widerstand zu organisieren. Denn soziale und politische Veränderungen können nur durch einen gemeinsamen Kampf für unsere gemeinsamen Interessen herbei geführt werden.
Und um die Perspektive einer Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung praktisch oder die Möglichkeit dieser Perspektive sichtbar werden zu lassen gehen wir, so wie Menschen überall auf der Welt, am 1. Mai und darüber hinaus auf die Straße, um gegen die herrschenden Verhältnisse und für eine klassenlose Gesellschaft zu kämpfen in der die Bedürfnisse der Menschen entscheidend sind und nicht der Profit.
Solange es diese Verhältnisse gibt, wird es Widerstand dagegen geben!
Denn: Wir haben nichts zu verlieren, nur eine Welt zu gewinnen!
Mit unserer Kundgebung zum Thema Mieten, unserer Veranstaltung zur Bedeutung des 1. Mai heute und der Beteiligung an der Revolutionären 1. Mai Demo möchten wir dabei konkret, als auch allgemein aufzeigen wie diese Verhältnisse aussehen und was wir dagegen tun können.

Bringt euch also ein und beteiligt euch an den Aktivitäten zum 1. Mai!

70 Jahre Befreiung vom Faschismus

FlyerVAEin Blick zurück auf den Mai 1945 – Vortrag und Diskussion mit Prof. Kurt Pätzold Der 1930 in Breslau geborene Kurt Pätzold lehrte bis 1992 an der Humboldt-Universität zu Berlin und gehört zu den bekanntesten Faschismus- und Holocaustforschern in Deutschland. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist der Antisemitismus zur Zeit der Nazidiktatur, wobei er aber diesen in den historischen Zusammenhang stellt, zu der auch der deutsche Imperialismus gehört. Mit Blick auf den 8./9. Mai 1945 erinnert er daran, das auch der zweite Weltkrieg etwas mit der Konkurrenz zwischen imperialistischen Staaten zu tun hatte und nennt die Wesensmerkmale des deutschen Faschismus, der Europa mit Krieg überzog, Minderheiten vernichtete und politische GegnerInnen mit gnadenloser Härte verfolgte. Der Sieg über den Faschismus, an dem die Rote Armee den größten Anteil hatte, weckte damals aber auch bei vielen AntifaschistInnen, bei KommunistInnen und SozialistInnen die Hoffnung, dass nun die Zeit gekommen sei, die Grundlagen der erlebten Barbarei zu beseitigen und eine neue, friedliche, sozialistische Welt aufzubauen.

Kurz vor dem diesjährigen 1.Mai, dem traditionellen Kampftag der Arbeiterklasse, fragen wir mit Kurt Pätzold, was die Hoffnung von damals für uns heute bedeutet.

Mittwoch, 29. April, 19.00 Uhr
Linkes Zentrum Lilo Herrmann,
Böblinger Str. 105, Stuttgart- Heslach

Infos: www.revolutionaere-aktion.org

…Eine Welt zu gewinnen! Kapitalismus ABSCHAFFEN!

Der 1.Mai ist der traditionelle Kampf und Feiertag der Klasse der Arbeiterinnen und Arbeiter. Millionen Menschen auf der ganzen Welt gehen an diesem Tag auf die Straße. Grün-de dafür gibt es genug: Der Kapitalismus zeigt uns jeden Tag, dass nur eine kleine Minderheit von ihm profitiert. Für die große Mehrheit hat er nicht viel mehr zu bieten als miese Löhne, Perspektivlosigkeit, imperialistische Kriege und rassistische Hetze. Am 1. Mai wollen wir also nicht nur für bessere Arbeitsbedingungen, gegen Nazis oder Militärinterventionen auf die Straße gehen, sondern für eine gesellschaftliche Perspektive ohne Kapitalismus; ohne Ausbeutung und Unterdrückung! Auch in diesem Jahr gibt es daher in Stuttgart wieder Aktivitäten zum Revolutionären 1. Mai.

Rückblick: Der 1. Mai 2014 in Stuttgart

Am Morgen des 1. Mai beteiligten sich etwa 250 Menschen am Antikapitalistischen Block auf der DGB-Demo in Stuttgart. Dieser wurde begleitet von lautstarken Parolen und einer Transpi- und Pyro-Aktion am Rande der Demo.

Die elfte Revolutionäre 1. Mai Demonstration, kam dieses Jahr zum ersten Mal in den Bereich der 1000-TeilnehmerInnen-Marke!
Geprägt durch viele Schilder, Fahnen, Parolen und Redebeiträgen bewegte sich der Demozug durch die Innenstadt in Richtung Heslach. Durch ein buntes und entschlossenes Auftreten gelang es, verschiedene Kämpfe inhaltlich und auf der Straße zusammenzuführen und eine systemüberwindende Perspektive zu vermitteln.

Im Anschluss an die Revolutionäre 1. Mai Demo beteiligten sich noch mehrere hundert Menschen an einem Internationalistischen Haus- und Straßenfest im Linken Zentrum Lilo Herrmann.

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